Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Im Schatten des Throns“

  • Verlag: 2 Geeks
  • Autor: Oleksandr Nevskiy & Oleg Sidorenko
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Jahrgang: 2016
Im Schatten des Throns (2 Geeks)

Das Kartenspiel von 2 Geeks kommt in einer schmucken Metallbox (mit leichter Reliefoptik) daher. In der Box findet man 82 Karten. Eine Karte ist die Spielendekarte, der Rest zeigt Charaktere mit den Werten 1 bis 9. Lässt man die Box weg, passt das Kartendeck überall rein… sehr praktisch. Lässt man die Box weg, ist aber vielleicht der Preis mit ca. 18 Euro etwas zu hoch, für meinen Geschmack.

Was mir auch bei diesem Kartenspiel wirklich gut gefällt, ist die Tatsache, dass man zur Vorbereitung des Spiels einzig die Spielendekarte raussuchen muss. Das restliche Kartendeck wird einfach gemischt und man kann direkt loslegen. Kein weiteres Sortieren, keine weiteren Vorbereitungen… ideal.

„iSdT“ ist ein Push-Your-Luck Game. Der aktive Spieler deckt Karte für Karte auf (maximal 5) und entscheidet selbst, wann er stoppen möchte. Eine neu aufgedeckte Karte muss dabei niedriger sein, als die zuvor aufgedeckte Karte, sonst ist der Zug vorbei und alle Karten sind verloren. Stoppt der Spieler rechtzeitig, dann kann er die Karten bei sich auslegen oder aber gegen eine Karte eines Mitspielers tauschen. Spieler mit der höchsten Anzahl eines Wertes, nutzen die Sonderfunktion dieser Karte. So kann man z.B. den Wert einer neu aufgedeckten Karte manipulieren, um die Kartenreihe nicht abbrechen zu müssen. Es gibt auch Verteidigungskarten, die einen gegnerischen Angriff aus sich ziehen. Hat man beispielsweise den Alchemisten ausliegen, dann kann ein Gegner bei diesem Spieler nur einen Alchemisten zerstören, nicht aber eine andere Karte. Die beiden höchsten Karten bringen dem Spieler zwar bei Spielende viele Punkte, aber während des Spiels Nachteile. Man muss also den richtigen Zeitpunkt wählen, wann man die wertvollen Fähigkeiten der niedrigen Karten aufgibt, um die höheren Karten für das Spielende zu sammeln. Timing wird hier also groß geschrieben. 😉

Punkte bringen die Kartenreihen bei Spielende immer dann, sobald man mehr als nur eine Karte vor sich liegen hat. Drei 9er Karten bringen 9 Punkte, sechs 9er Karten ebenso. Eine einzelne 9er Karte dann eben nichts. Sobald die Spielendekarte auftaucht, endet die Partie und es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Mir gefällt „iSdT“ recht gut. Das Push-Your-Luck-Element finde ich sowieso immer recht spaßig. Kartenreihen zu sammeln ist ja jetzt nicht neu, doch die Kombination des Push-Your-Luck-Elements und den Fähigkeiten, die man nutzen kann, wenn man bei einem Kartenwert die Mehrheit hat, funktioniert hier wirklich super. Auch das spontane Spielende bringt Spannung mit rein. Sobald der Stapel einmal durch ist, muss man jederzeit mit dem Spielende rechnen… da steht man dann bis zum Schluss unter Strom. Die Grafik der Karten ist sehr gelungen. Die Kartenqualität dagegen ist nur Mittelmaß. Ich finde die Karten recht dünn und sie kommen bereits leicht gewölbt aus der Box… liegen also nicht ganz plan auf dem Tisch auf… das finde ich immer recht nervig. Aber das Spiel macht das auf jeden Fall wett. Die Box steht leer im Regal und das Kartendeck befindet sich in meiner Umhängetasche… das ist doch schon mal ein Zeichen, oder? 🙂

(c)2017 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken 2 Geeks für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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