Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Queenz“

  • Verlag: Mandoo Games
  • Autor: Bruno Cathala, Johannes Goupy
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Jahrgang: 2019
Queenz (Mandoo Games)

„Bienenspiele“ sollen ja der Themen-Hype auf der SPIEL in Essen gewesen sein. Ja, es gab ein paar Spiele, mit diesem Thema, aber im Verhältnis zu den über 1200 Neuheiten auf der Messe dieses Jahr waren die paar Bienenspiele nicht auffällig. 😉

„Queenz“ von Bruno Cathala und Johannes Goupy ist ein Leichtgewicht. Die Anleitung umfasst nur 6 Seiten Regelwerk, deshalb steht hier einem schnellen Einstieg nichts im Weg. In der Tischmitte liegt ein kleiner Spielplan. Am Rand bewegt man den Gärtner im Uhrzeigersinn. Ist man an der Reihe, wählt man aus der Spalte oder Reihe (je nachdem, wo der Gärtner steht) 1, 2 oder 3 Orchideen und packt diese auf das eigene Tableau. Dort hat man 6 Felder für solche Plättchen verfügbar. Möchte man ein Plättchen mit einer oder mehreren Bienen nehmen, darf man nur ein einzelnes Plättchen nehmen. Man kann aber auch zwei Plättchen nehmen (verschiedene oder gleiche). Möchte man direkt drei Plättchen nehmen, dann müssen diese unterschiedlich sein. Anschließend bewegt sich der Gärtner um genau so viele Felder weiter… und der nächste Spieler ist an der Reihe. Alternativ kann der Spieler aber auch eines der Puzzleteile aus der Auslage nehmen, dieses in seine Auslage anbauen (wenn es nicht eh das erste Teil ist) und dann mit Orchideen vom Spielertableau bestücken. Außer den Orchideen kann man auch einen Bienenstock platzieren. Für zusammenhängende Farbbereiche (mindestens zwei Felder groß) erhält man pro Quadrat einen Punkt. Auch beim späteren Erweitern solcher Bereiche erhält man erneut die Punkte für den gesamten Bereich. Um Bienenstücke herum sollte man Orchideen mit Bienen platzieren, denn das bringt bei Spielende noch zusätzliche Punkte. Dann gibt es noch ein paar Sonderheiten wie schwarze Orchideen, Bienenköniginnen, die man mit Plättchen in der Auslage tauschen kann oder auch Honigtöpfe der Blütenfarben. Immer, wenn man ein Gebiet einer Farbe zum ersten Mal baut, erhält man den passenden Honigtopf. Sobald man alle 5 Honigtöpfe erhalten hat, bekommt man einen Punktemarker (absteigende Punktzahl). Sobald ein Spieler das fünfte Puzzleteil gebaut hat, ist jeder Spieler noch einmal am Zug; dann wird ausgewertet… wer die meisten Punkte vorweisen kann, der gewinnt das Spiel.

Wie eingangs erwähnt: das Spiel ist sehr einfach. In maximal 5 Minuten hat man das Spiel an neue Spieler – auch Wenigspielern – erklärt und los geht’s. Klar, das Thema ist recht abstrakt, doch die optische Aufmachung transportiert dieses beliebige Thema doch ganz gut. Was etwas enttäuschend ist: ein Teil des Kartonmaterials ist schwabbelig dünn (wie man auf einem der Fotos sehen kann)… so auch der Spielplan selbst. Beim Auspöppeln der Puzzleteile muss man bereits aufpassen, dass man diese nicht versehentlich beschädigt. Die Orchideen-Plättchen dagegen sind schön dick. Schade, dass man nicht das ganze Material so dick gemacht hat. Für das Mischen der Orchideen hätte ich mir einen großen Beutel gewünscht… das wäre ganz praktisch. Hab mir einfach einen aus unserem Fundus herausgesucht… viel besser als die Plättchen neben dem Spielplan zu stapeln… definitiv. Das vorliegende Exemplar besitzt eine Anleitung in koreanischer und in englischer Sprache. Das Material selbst ist ja sprachneutral und das Regelwerk ist so einfach, dass man auch mit eingeschränkten Englisch-Kenntnissen keine Probleme haben sollte. „Queenz“ eignet sich durchaus als einfaches Familienspiel. Die Empfehlung „ab 8 Jahren“ dürfte passen. Für die grafische Gestaltung zeichnet sich „Vincent Dutrait“ verantwortlich. Dessen Arbeiten gefallen mir sonst recht gut, z.B. bei Lewis & Clark… toll. Hier kommt das wegen der recht einfach gehaltenen Gestaltung vielleicht nicht so rüber wie in anderen Spielen. Immerhin, die Innenseite des Deckels zeigt seinen typischen Grafikstil… das ist schön… ansonsten ist die Optik eher zweckmäßig als hübsch.

Mehr als ein einfaches Familienspiel darf man aber von „Queenz“ auch nicht erwarten… man baut halt friedlich vor sich hin. Einzig das Wegschnappen von Plättchen, die ein anderer Spieler brauchen könnte, bringt etwas mehr Interaktion ins Spiel… alles harmlos… alles friedlich… wem das zu langweilig ist: „Finger weg“… wem das egal ist: ruhig mal anschauen.

(c)2019 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Mandoo Games für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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