Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Kakerlakensalat“

  • Verlag: Drei Magier Spiele
  • Autor: Jacques Zeimet
  • Spieleranzahl: 2 - 6 Spieler
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Jahrgang: 2007
Kakerlakensalat (Drei Magier Spiele)

Die witzig gestaltete und vor allem ziemlich kleine Box von „Kakerlakensalat“ beinhaltet 128 Spielkarten (120 Gemüsekarten + 8 Tabu-Gemüsekarten) sowie die Spielanleitung (5-sprachig). Die Gestaltung des Spiels ist sehr gut ausgefallen. Die Packung sieht schon total witzig aus und auch die Karten sind nett und von guter Qualität. Auf 7 Seiten pro Sprache (allerdings kleine Seiten) bringt die übersichtliche Spielanleitung die Regeln recht flott rüber. Die Erklärung der Regeln an Neuspieler geht auch leicht von der Hand… trotzdem ist das Spiel anfangs recht anstrengend zu spielen :))  (nicht falsch versehen: nicht weil es schlecht ist, sondern weil man sich enorm konzentrieren muss *ggg*)

Also… die 128 Karten werden gut gemischt und auf die teilnehmenden Spieler gleichmäßig verteilt. Übrige Karten sind aus dem Spiel. Die Spieler schauen sich aber ihre Karten nicht an, sondern nehmen ihren Kartenstapel verdeckt auf die Hand. Nun geht es reihum. Der aktive Spieler dreht die oberste Karte seines Stapels um und legt diese auf die Auslage in der Tischmitte (so bildet sich also ein Kartenstapel). Beim Ablegen seiner Karte nennt er die Gemüsesorte, die auf seiner Karte abgebildet ist (also Paprika, Tomate, Salat oder Blumenkohl)… soweit wäre es noch gemütlich, wenn da nicht folgende Ausnahmen wären:

(1) wenn das Gemüse seiner Karte mit dem Gemüse der zuvor gespielten Karte übereinstimmt, dann muss der aktive Spieler lügen, d.h. er nennt ein anderes Gemüse, als das abgebildete.

(2) wenn das Gemüse seiner Karte mit der Nennung des vorherigen Spielers übereinstimmt, dann muss der aktive Spieler auch lügen, d.h. er nennt wiederum ein anderes Gemüse. Wenn z.B. der vorherige Spieler einen Salat gelegt hatte und Tomate gesagt hat, weil unter seinem Salat schon ein Salat lag, so darf der aktive Spieler weder Tomate noch Salat sagen… naaaa… wird langsam klar, warum es anfangs anstrengend ist ;))

(3) wird eine Tabu-Gemüsekarten gelegt, muss der aktive Spieler „Kakerlake“ rufen und es wird beim nächsten Spieler ein zweiter Stapel begonnen; kommt auch hier später eine Tabu-Gemüsekarte zum Vorschein, so wird wieder zum ersten Stapel gewechselt.

(4) stimmt die Gemüsekarte des aktiven Spielers mit der sichtbaren Tabu-Gemüsekarte überein, so muss dieser Spieler auch in diesem Fall lügen.

Dies geht nun so lange reihum, bis ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hält. Dieser Spieler gewinnt den „Kakerlakensalat“, also das Spiel. Die Schwierigkeit und die genannte Anstrengung ergibt sich nun dadurch, dass man als aktiver Spieler nur einen kurzen Moment Zeit hat, die Situation zu überblicken und ein erlaubtes Gemüse zu nennen. Jedes Zögern, räuspern, „Falschsagen“, etc. wird bestraft, in dem dieser Spieler die ausliegenden Karten zu seinen Handkarten nehmen muss. Anschließend beginnt dieser Spieler wieder mit einem neuen Stapel… eben so lange, bis ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hält.

„Kakerlakensalat“ ist eines dieser Spiele, bei denen man sich trotz der einfachen Regeln total konzentrieren muss, um nicht ständig die ausliegenden Karten als Strafe aufnehmen zu müssen; es klingt total einfach und logisch, doch unter Zeitdruck und unter den Augen und Ohren der Mitspieler wird es wirklich stressig ;))) … es empfiehlt sich, vor dem ersten richtigen Spiel 1-2 Proberunden zu spielen, damit die teilnehmenden Spieler die Ansageregeln verinnerlicht haben… nach einigen Runden wird das Spiel dann immer schneller und man kann auch die Regeln bezgl. der Bedenkzeit (z.B. keine 3-sekündige Bedenkzeit oder so) anpassen. Wenn dann alle Spieler die Ansageregeln einigermaßen drin haben, ist „Kakerlakensalat“ wirklich ein witziges Spielchen für zwischendurch… eigentlich ne ziemliche Gaudi; zu oft würde ich es allerdings nicht spielen, denn mit der Zeit ergibt sich eine gewisse Routine und man macht kaum noch Fehler beim Ansagen, selbst bei hoher Geschwindigkeit… dies geht dann später ausschließlich zu Lasten der Neuspieler bzw. des Spielspaßes.

Fazit: als kleines Spielchen für zwischendurch sehr empfehlenswert.. aber nicht als „Dauerspiel“ 🙂

(c)2007 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Drei Magier Spiele für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen