Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Maus und Mystik“

  • Verlag: Plaid Hat Games/Heidelberger
  • Autor: Jerry Hawthorne
  • Spieleranzahl: 1 - 4 Spieler
  • Alter: ab 7 Jahren
  • Dauer: ca. 60 - 90 Minuten
  • Jahrgang: 2013
Maus und Mystik (Plaid Hat Games)

Schön, dass es das Spiel mittlerweilen in einer deutschen Fassung gibt. Das beiliegende Storybook mit den einzelnen Missionen und Geschichten umfasst immerhin über 50 Seiten. Da sollte man schon halbwegs verstehen, was gelesen wird. 😉 Die üppig gefüllte Box beinhaltet das Regelheft (ca. 20 Seiten), das bereits erwähnte Geschichtenbuch, 6 Mausfiguren, 16 Gegnerfiguren, eine Schicksalstafel, 8 doppelseitige Spielplanteile, 28 Maus-Fähigkeitskarten, 71 Suchkarten, 18 Begegnungskarten, 6 Heldenbögen, 5 Aktionswürfel und Stänzbögen mit diversen Markern.

Die Spieler übernehmen bei Maus und Mystik die Rollen von Mäusen. Jeder der Mäuse hat unterschiedliche Eigenschaften. Gemeinsam müssen die die Spieler die verschiedenen Stories meistern, die das Geschichtenbuch bietet. Wo Abenteuer warten, lauern natürlich jede Menge Gegner, in diesem Fall sind das Ratten, Spinnen, Käfer und mehr. Das Storybook beinhaltet neben der wirklich schön erzählten Geschichten auch die Besonderheiten der jeweiligen Kampagne. Welche Spielplanteile werden benötigt? Was ist in den einzelnen Räumen zu beachten? Welche besonderen Regeln gelten hier? 

Gespielt wird „Maus und Mystik“ kooperativ, das heißt, die Spieler versuchen, gemeinsam das Ziel der Kampagne zu erreichen. Hauptmotor des Spiels sind, wie in Spielen dieser Art oft üblich, Aktionswürfel, die man während des Zuges würfeln muss. Diese Aktionswürfel zeigen Zahlen, Kampf- bzw. Verteidigungssymbole oder auch Käsestücke. Zur Unterstützung der Mäuse gibt es Ausrüstungsgegenstände, die teilweise von Beginn an verfügbar sind, teilweise aber auch durch Suchen während des Spiels gefunden werden können. So kann man bessere Waffen finden oder andere Ausrüstungsgegenstände, die das Mausleben leichter machen, z.B. den „Ring der Katzenstärke“, der ein Bonus auf die Angriffsstärke vergibt. Zu den Ausrüstungsgegenständen gibt es aber auch noch Fähigkeitskarten, die den Mäusen zugeordnet werden können.

Spiele, bei denen man mit Miniaturen (in diesem Falle eben die Mäuse) und Würfeln einen Dungeon oder andere Umgebungen durchforsten muss und verschiedene Abenteuer und Gefahren bestehen muss, gibt es ja schon viele. So ist z.B. das gute „Descent“ eine Größe in diesem Bereich. Was „Maus und Mystik“ aber von all diesen anderen Spielen abhebt, ist die liebevoll erzählte Story der Mäusehelden. Alleine das Vorlesen der Story macht bereits sehr viel Spaß. Dazu kommt, dass das Regelwerk von „Maus und Mystik“ etwas leichter ausfällt, als dies z.B. beim vorhin erwähnten Descent der Fall ist. Deshalb – auch wegen der niedlichen Story – lässt sich das Spiel auch gut in einer Familienrunde spielen. Bei den meisten Abenteuerspielen ist das eher nicht der Fall.

Das Material ist ganz gut. Die Box ist stimmungsvoll gestaltet, so auch die ganzen Spielplanteile. Die Maus-Miniaturen sind auch sehr hübsch, wie auch die enthaltenen Karten (zwei Größen) und die verschiedenen Plättchen aus Karton. Alles passt der gut zur Story, die – nochmals – sehr schön erzählt wird.

Fazit: ein Abenteuerspiel für die ganze Familie mit überschaubarem Regelwerk und sehr schöner Story.

(c)2014 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Heidelberger für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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