Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Kaispeicher“

  • Verlag: Eggertspiele/Pegasus
  • Autor: Stefan Feld
  • Spieleranzahl: 2 - 5 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 60 - 90 Minuten
  • Jahrgang: 2012
Kaispeicher (Eggertspiele/Pegasus)

Mit „Kaispeicher“ liegt uns hier eine Erweiterung zu „Die Speicherstadt“ vor. Das Hauptspiel wird für Kaispeicher benötigt. Die kleine Box beinhaltet 50 weitere Handelskarten, eine Startspielerkarte, 2 Pausenkarten, 9 Warensteine (Hanf, Tuch & Glas), 7 Arbeiter (5 in den Spielerfarben und zwei graue Figuren), 25 Metallmünzen und die vierseitige Spielanleitung.

Nachfolgend werde ich nur auf die wesentlichen Unterschiede zum Hauptspiel eingehen. Die Regeln des Hauptspiels sind zusammengefasst in der Rezension zu „Die Speicherstadt“ enthalten.

Die 25 Metallmünzen ersetzen die Stanzkartonmünzen des Hauptspiels. Die Münzen sehen dabei so aus wie die Startspielermünze des Hauptspiels. Als Startspielermarkierung gibt es bei Kaispeicher die Startspielerkarte. Mit echten Metallmünzen macht das Spiel natürlich einen edleren Eindruck, wobei die silbernen Stanzkartonmünzen des Hauptspiels auch schon ganz toll waren. Diese sind ja recht dick und so recht gut zu handhaben. Das Handling der Metallmünzen ist fast etwas fummeliger als die Handhabung der Kartonmünzen. Aber es macht schon was her 🙂

Den Spielern stehen während der Runden vier Arbeiter zur Verfügung, nicht nur drei, wie es beim Hauptspiel der Fall ist. In der Auslage der Angebotsphase liegen nun immer doppelt so viele Karten bereit. Die übliche Anzahl wird auf den Spielplan gelegt… nochmals so viele Karten werden dann oberhalb des Spielplans abgelegt. In der Kaufphase werden erst die Karten des Spielplans, danach die Karten oberhalb des Spielplans abgewickelt. Die 50 neuen Handelskarten bringen deutlich mehr Abwechslung ins Spiel. So gibt es neue Karten, die unter bestimmten Bedingungen weitere Punkte bringen… oder es gibt Karten zu den neuen Warensteinen… oder es gibt eine Karten, die es erlaubt, Warensteine auf den Aufträgen neu zu verteilen… und vieles mehr. Das Spiel wird durch die neuen Karten deutlich flexibler und wer das Spiel erst mal mit der Erweiterung gespielt hat, der wird zukünftig nur noch SO spielen 😉

Die eingangs erwähnten Pausenkarten erhält der Spieler, der die Karte Kaffeepause ersteigert hat. Mit diesen Karten kann der Spieler in der Nachfrage-Phase aussetzen, um zu schauen, wo die anderen Spieler ihre Figuren platzieren… nicht uninteressant.

Wer die Karte Lagerarbeiter ersteigert, der erhält die beiden grauen Arbeiter, die er dann später als seine Arbeiterfiguren einsetzen kann. Dem Spieler stehen also einmalig mehr Arbeiter zur Verfügung… auch das ist nicht uninteressant.

Mit Kaispeicher erhält der Speicherstadt-Spieler also viele neue Möglichkeiten, um wieder etwas Schwung in die Speicherstadt-Runden zu bringen und das funktioniert wirklich gut. Zu meinen Top-Favoriten mit der Höchstwertung fehlt zwar noch etwas, doch trotz der „5“Punkte in der Hauptwertung, die mit dem Hauptspiel identisch sind, ist der Spaß bei Kaispeicher natürlich höher als bei der Speicherstadt. Ach ja, nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache, dass sich die Spieldauer durch die Regelerweiterungen etwas ausdehnt.

Fazit: schöne Erweiterung zum sowieso schon schönen „Speicherstadt“

(c)2012 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Pegasus für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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