Rezension „Wangdo“

  • Verlag: Spiele Faible
  • Autor: Frank Crittin, Gregoire Largey, Sebastien Pauchon
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Jahrgang: 2018
Wangdo (Spiele Faible)

Letztes Jahr gab es das Spiel schon beim koreanischen Verlag „Mandoo Games“. Spielefaible hat nun eine Lokalisierung im Programm, natürlich als deutsche Version… also Anleitung und der Text auf den Siegelkarten. Das Material ist schon mal recht hübsch ausgefallen. Die Box ist hübsch, inklusive des Plastikinlays und auch der Innenseite des Deckels… das sieht echt alles toll aus. Dann gibt es noch einen Stoffbeutel mit vielen kleinen Bärenfiguren. Die Bären gibt es in vier verschiedenen Farben, auch diese sehen ganz niedlich aus. Der Spielplan, die Wissenschips und die Sieglkarten sind dagegen eher zweckmäßig gestaltet… es passt aber alles gut zusammen. Die Anleitung umfasst gerade mal 4 Seiten… ein schneller Einstieg ist also gewährleistet. 🙂

Was genau findet man in der Box? Spielbrett, 4 Spielertableaus, 40 Wissens-Chips, 84 Bären, 16 Siegel, Startspieler-Marker und die Anleitung.

Der Spielablauf ist sehr einfach. Jeder Spieler hat ein eigenes Tableau und sammelt darauf die verschiedenen Wissenschips, bis mindestens einer der Spieler das Tableau voll hat. Hat man eine Spalte voll, dann darf man eine Siegelkarte nehmen, die dem Spieler eine Zusatzaktion oder eine modifizierte Aktion ermöglichen. Vor Spielbeginn zieht jeder Spieler zufällig 3 Bärenfiguren aus dem Beutel. Ist man an der Reihe, hat man zwei grundsätzliche Möglichkeiten. Entweder man nimmt neue Bärenfiguren (3 zufällige Bären aus dem Beutel oder gezielt 2 Bären aus den Tempeln), oder man sammelt einen Wissenschip auf dem Spielplan ein. Dazu setzt man eine Bärenfigur auf den Spielplan. Es dürfen keine identischen Farben mit einem Weg miteinander verbunden sein. Außerdem muss man dann noch Bären angrenzender Farben in den Tempel stellen. Kann man das nicht, darf man dort auch kein Plättchen nehmen bzw. gar keinen Bären dort hin stellen. Füllt man dadurch einen Tempel komplett, kommen die Figuren zurück in den Beutel und der Spieler darf von den anderen Tempeln eine Figur aussuchen und in seinen Bestand nehmen. Anfangs kann man also günstig an Wissensplättchen kommen… solange man beim Platzieren der Bärenfigur nur einen Nachbarn auf dem Brett hat.

Nach und nach wird es auf dem Spielplan immer enger und dadurch wird es immer teurer, passende Plättchen einzusammeln. Dann noch der gezielte Einsatz der erhaltenen Siegelkarten und *zack* hat man das Spiel gewonnen. Man erhält die Plättchen nach und nach recht gleichmäßig, so dass es bei Spielende immer recht eng wird. Sind bei Spielende mehrere Tableaus voll mit Wissenschips, gelten die abgebildeten Siegel noch als Tie-Breaker. Die kurze Anleitung, das niedliche und hübsche Spielmaterial, der schnelle Einstieg… all das macht klar: hier darf und soll man keinen großen Tiefgang erwarten. „Wangdo“ ist ein einfaches Familienspiel, welches in den entsprechenden Runden auch gut ankommt. Auch das Material trägt dazu bei. Für fortgeschrittene Spieler wird „Wangdo“ wohl zu wenig bieten, was aber ok ist. Jedes Spiel hat seine Zielgruppe… und das hier ist für Einsteiger-/Familienrunden.

(c)2019 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Spiele Faible für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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