Rezension „Hexenhaus“

  • Verlag: Lookout Spiele
  • Autor: Phil Walker-Harding
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 - 45 Minuten
  • Jahrgang: 2018
Hexenhaus (Lookout Spiele)

Was findet man in der Box?… 4 Spielpläne, 60 Doppelplättchen, 28 Jokerplättchen, 22 Treppenmarker, 72 Pfefferkuchen-Marker, 40 Märchenwesen-Karten, 20 Belohnungskarten, einen Wertungsblock und die Spielanleitung (8 Seiten + Doppelseite mit Erklärungen zu den Belohnungskarten). Das Material gefällt mir durchweg sehr gut. Das Märchenthema wird sehr gut transportiert. Die Karten mit den Märchenwesen sind toll, die Bauteile für das Hexenhaus sind schön dick. Die Belohnungskarten bringen etwas Abwechslung ins Spiel.

Mit dominoartigen Doppelplättchen bauen wir auf unserem kleinen Tableau Schicht für Schicht ein buntes „Hexenhaus“ auf. Immer die Pfefferkuchen, die man beim Legen des Plättchens abdeckt, bekommt man als Marker in seinen Vorrat. Mit diesen Pfefferkuchen kann man dann verschiedene Märchenwesen anlocken und einfangen. Es gibt auch Spezialsymbole auf den Plättchen. So kann man beispielsweise Treppen erhalten, die genau ein Quadrat groß sind, oder man kann Pfefferkuchen austauschen, oder man kann bereits vorab eine Märchenfigur zu seinem Haus locken. Diese kann dann nur noch von dem Spieler selbst eingefangen werden. Die Figuren/Wesen der gemeinsamen Auslage kann auch jederzeit jeder andere Spieler einfangen. Hat man genügend Pfefferkuchen, um ein Märchenwesen einzufangen, gibt man die Pfefferkuchen-Marker ab und erhält dann eben diese Karte unterhalb seines Tableaus. Neben der Karte (Punkte bei Spielende) bekommt der Spieler auch ein Jokerplättchen (genau ein Quadrat groß), welches er direkt platzieren kann. Da der Grundriss des Hauses genau 9 Felder groß ist und die normalen Plättchen ja immer 2 Felder abdecken, geht das standardmäßig nie sauber auf. Über Treppenplättchen oder eben über solche Jokerplättchen kann man das ausgleichen. Denn hat man ein Stockwerk fertig gestellt, darf man eine Belohnungskarte nehmen.

In der Anfängervariante erhält man so einfach nur Punkte für das Spielende. In der besseren Version (und die würde ich auch empfehlen), erhält man Punkte für verschiedene Bedingungen, was das Ganze etwas kniffliger macht. So kann man z.B. Sonderpunkte für gefangene Märchenwesen bekommen, oder man erhält 5 Punkte, wenn man es schafft, den vierten Stock fertigzustellen… und und und. „Hexenhaus“ spielt sich flüssig. Das 3D-mäßige Bauen erinnert mich leicht an das ebenso neue „Reef“.

Lookout Spiele hat „Hexenhaus“ als FAMILIENSPIEL deklariert und das kann man definitiv unterschreiben. Überschaubare Regeln, hübsche Optik, kniffliger Ablauf. Im direkten Vergleich gefällt mir „Reef“ einen Tick besser, da mir dort das Material – also die Korallenteile – sehr gut gefallen und das Ganze etwas straighter daherkommt, aber trotzdem ist „Hexenhaus“ von Phil Walker-Harding ein Blick wert, gerade wenn man ein Spiel für Gelegenheitsspieler sucht. Es eignet sich auf jeden Fall auch für Spielrunden, die nicht so oft spielen. Dafür gerne mal anschauen!

(c)2018 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Lookout Spiele für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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