Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Fundstücke“

  • Verlag: 2F-Spiele
  • Autor: Friedemann Friese
  • Spieleranzahl: 3 -6 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 25 Minuten
  • Jahrgang: 2012
Fundstücke (2F-Spiele)

Das Spiel „Fundstücke“ von Friedemann Friese kommt in einer schnuckelig kleinen Box daher. Entsprechend überschaubar ist natürlich auch das Material:  36 Zahlenkarten, 24 Auftragskarten, 35 Warenplättchen, 6 Gleichstandsplättchen, ein Stoffbeutel und die kleine Anleitung. Die Karten kommen in Übergröße daher und sehen ganz nett aus. Die Zahlenkarten zeigen Hilfsmittel, um die begehrten „Fundstücke“ in Sicherheit bringen zu können. Vom Rucksack bis zum Transporter ist alles möglich; zudem gibt es noch die Karte mit dem Wert „0“, den Dieb. Mit ihm kann man andere Spieler, die gerade auf dem Weg zum Sperrmüll sind, beklauen. Jeder Spieler erhält den Kartensatz in seiner Farbe (eben die Werte „0“ – „5“) und ein verdecktes Gleichstandsplättchen. Von den verdeckten Auftragskarten wird eine offene Auslage gebildet. Es werden dann immer so viele Warenplättchen aus dem Beutel gezogen, wie Objekte auf der Auftragskarte abgebildet sind. Dies wird so lange wiederholt, bis mindestens zwei Plättchen pro Spieler in der Auslage liegen. Dann startet die Runde:

Die Spieler wählen gleichzeitig eine ihrer Karten aus und legen diese verdeckt vor sich ab. Haben das alle Spieler erledigt, decken sie diese Karten auf. Nun wird entschieden, wer denn auf den Sperrmüll zur Schatzsuche gehen kann. Spieler, die eine Zahlenkarte gelegt haben, die nur einmal in der Runde vorhanden war, gehen auf jeden Fall auf den Sperrmüll (außer bei „0“, da komme ich gleich dazu). Spieler, die identische Karten ausgelegt haben (z.B. mehrmals die Karte „2“) müssen mit den Gleichstandsplättchen prüfen, wer von ihnen zum Sperrmüll darf… nämlich der Spieler mit dem niedrigsten Gleichstandsplättchen. Damit der Vorteil des niedrigeren Plättchens nicht immer beim gleichen Spieler verbleibt, tauschen die am Gleichstand beteiligten Spieler ihre Plättchen untereinander. Bevor die Spieler nun auf den Sperrmüll gehen, darf sich ein Spieler, der den Dieb gelegt hat (auch hier gibt es die Regel mit dem Gleichstandsplättchen), über die gesammelten Schätze der Mitspieler hermachen. Er darf so viele Gegenstände klauen, wie Spieler auf den Sperrmüll wandern. Beklaut werden dürfen dabei nur Spieler, die wirklich unterwegs sind. Anschließend bedienen sich nun die Spieler auf dem Sperrmüll an den ausliegenden Schätzen, beginnend beim Spieler mit der niedrigsten Karte. Der Spieler an der Reihe darf dann immer so viele Plättchen aus der Auslage nehmen, wie seine gelegte Karte vorgibt. Nachdem jeder Spieler dran war, geht es mit der nächsten Runde weiter. Es werden wieder Auftragskarten aufgedeckt und Warenplättchen ausgelegt, bis die Mindestanzahl erreicht ist, anschließend legen die Spieler wieder ihre Karte aus.

Sobald die letzte Auftragskarte aufgedeckt wurde, wird die laufende Runde noch fertig gespielt, dann ist das Spiel zu Ende. Die Spieler addieren die Werte ihrer gesammelten Auftragskarten sowie die Werte der noch übrigen Warenplättchen zusammen. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl ist der Sperrmüllkönig. 🙂

Beim Auslegen der Zahlenkarte muss man einschätzen, was die anderen Spieler so legen könnten. Ist es sinnvoll, den Dieb einzusetzen?… liegen genug Plättchen aus?… um auch mit der 5er-Karte noch ordentlich absahnen zu können, oder sind dann bereits alle Plättchen weg?… Anfangs wirkt das alles vielleicht etwas willkürlich und man ist sich nicht sicher, ob es das Spiel wirklich bringt, doch nach ein paar Runden (mit Leuten auf dem gleichen Level)  wird es ganz gut und macht auch Spaß. Sicher, es ist kein Spiel, um nen ganzen Spieleabend zu füllen, doch als Überbrücker ist „Fundstücke“ ganz gut.

Fazit: ganz nettes, nicht zu anspruchsvolles Spielchen in kleiner Packung 🙂

(c)2012 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

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