Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Fits“

  • Verlag: Ravensburger
  • Autor: Reiner Knizia
  • Spieleranzahl: 1 - 4 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Jahrgang: 2009
Fits (Ravensburger)

Schaut man sich alleine schon die Packung von FITS an, kommt einem zwangsläufig das gute alte TETRIS in den Sinn. Ich spiele nun bald schon 20 Jahre Tetris und bin ein großer Fan des Spiels, insofern kann FITS bei mir eigentlich nicht gewinnen. Ich versuche also, meine Tetris-Begeisterung im Hintergrund zu halten, um dem Spiel eine Chance zu geben; dass dies allerdings gelingt, kann ich nicht garantieren ;)))

Die Box verbirgt 64 Spielsteine (in den 4 Spielerfarben), jeweils 2 doppelseitig bedruckte Spieltafeln pro Spielerfarbe, 4 Plastikrampen und -abdeckungen, 4 Startkarten und 16 Baukarten. Die beiliegende Spielanleitung ist angenehm kurz (was bei den Regeln aber auch keine Kunst ist). Die Rampe und die Abdeckung wirken billig. Auch die Bau- und die Startkarten sind aus total dünnem Material (fast schon nur dickes Papier… stabiler Karton wäre hier wohl sinnvoller gewesen; so halten die Karten nicht wirklich lange). Die Spielsteine sind ganz ok… aus Kunststoff aber ganz angenehm.

Die Spieltafel wird auf die Rampe gelegt. Darauf wird die Abdeckung gelegt. Jede Spieltafel zeigt ein Raster von Punkten. Jeder Spieler zieht eine Startkarte und legt den entsprechenden Spielstein oben auf die Rampe an die gewünschte Position und führt ihn dann langsam nach unten bis er anstößt. Anschließend wird immer eine Baukarte aufgedeckt; alle Spieler nehmen das entsprechende Teil aus ihrem Bestand und legen diesen Stein auf die Rampe und ziehen  den Stein wiederum herunter bis er anstößt… so geht es weiter, bis alle Baukarten verbraucht sind. Um ungewünschte Lücken zu vermeiden, kann man auch Spielsteine auslassen.

Nachdem alle Baukarten gespielt wurden, gibt es eine Wertung. Je nach Spieltafel gibt es dabei Unterschiede:

1. Tafel: Volle Reihen bringen einen Pluspunkt; freie Punkte vom Raster kosten jeweils einen Minuspunkt

2. Tafel: Erweitert die Regeln der 1. Tafel: Es gibt Felder, die Sonderpunkte bringen, wenn man sie frei lässt

3. Tafel: Erweitert die Regeln der 1. Tafel: Es gibt Felder, die Sonderpunkte bringen, wenn man sie frei lässt und andere, die Minuspunkte kosten, wenn man sie frei lässt

4. Tafel: Erweitert auch die Regeln der 1. Tafel: Es gibt Symbolpaare. Lässt man beide Symbole eines Paares frei, bekommt man 3 Pluspunkte, lässt man nur eines frei, bekommt man 3 Minuspunkte, deckt man beide ab, bleibt es neutral

Am Besten man notiert sich die Punkte nach den Runden. Nach den vier Runden gewinnt natürlich der Spieler, der die meisten Punkte oder vielleicht auch die wenigsten Minuspunkte (wenn es dumm läuft) ergattern konnte.

Was man im Vergleich zum Tetris nicht darf, ist gespielte Spielsteine nach links oder rechts in Lücken reinschieben. Spielsteine, dürfen also NUR von oben senkrecht in einer Linie nach unten geschoben werden. Das macht das ganze vielleicht einfacher, aber als TETRIS-Fanatiker sieht man vorhandene Lücken eh auf einen Blick, da braucht man nicht lange zu überlegen.

Insgesamt ist es einfach so: man deckt nach und nach die Baukarten auf; die Steine werden also nach und nach gespielt und es plätschert halt so vor sich hin. Einige Spieler der Testrunden fanden das Spiel noch ganz gut. Es ist schnell erklärt, es ist schnell gespielt, man muss nicht groß nachdenken; es ist sicherlich ein ganz akzeptabler Lückenfüller, aber viel mehr ist es für mich wirklich nicht. Es ist ein „Larifari“-Spiel würde ich sagen :))) … eine Nominierung zum Spiel des Jahres ist m.E. nicht wirklich gerechtfertigt, da gibt es im Jahrgang wesentlich bessere Spiele (und das genug) gibt.

Wenn das Spiel in manchen Spielgruppen eine Stelle als kleiner Zwischenhappen ergattern kann, dann wäre zumindest ordentliches Material angebracht gewesen. Die Karten sind wie gesagt viel zu dünn. Die Rampe und die Abdeckung wirken billig; nur die Spielsteine können ein wenig was gutmachen… naja.

Fazit: da FITS einigen Mitspielern doch noch ganz gut gefallen hat, bekommt das Spiel gerade so 4 Punkte. Alleine meine Meinung hätte nur 3 Punkte gebracht, für ein Lückenfüller ohne besonderen Reiz.

(c)2009 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Ravensburger für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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