Rezension „Circle the Wagons“

  • Verlag: Quined Games
  • Autor: Steven Aramini, Danny Devine, Paul Kluka
  • Spieleranzahl: 2 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Jahrgang: 2019
Circle the Wagons (Quined Games)

Neben „Sprawlopolis“ hatten wir auch „Circle the Wagons“ öfters auf dem Tisch. Dieses Spiel kommt ebenso in einer kleinen stabilen Box daher und entstammt demselben Autoren-Trio, wie auch das eben schon erwähnte „Sprawlopolis“. Schaut man sich dann das Regelwerk an, dann erkennt man auch diverse Parallelen; allerdings ist das hier ein 2-Personen-Spiel, bei dem man gegeneinander spielt… kein Coop-Spiel wie bei „Sprawlopolis“. Auch hier findet man in der Box 18 Karten (doppelseitig), eine englische Spielanleitung sowie ein Wertungsblock. Die Anleitungen der anderen Sprachen (siehe Boxrückseite) findet man nur als Download auf der Seite des Verlags.

Die 18 Karten sind doppelseitig. Eine Seite zeigt eine Wertungsbedingung (auch das kennt man schon von Sprawlopolis), die andere Seite zeigt 4 Gebiete und 4 Symbole in unterschiedlicher Anordnung. Es gibt sechs verschiedene Landschaftstypen und es gibt auch sechs verschiedene Symbole. Drei zufällige Karten werden mit der Wertungsseite in die Tischmitte gelegt. Die anderen 15 Karten werden als offene Auslage rings um diese Wertungskarten herum ausgelegt, quasi wie eine Wagenburg ums Lager, wie man das von den guten alten Western-Filmen her kennt. Man sollte sich die Wertungskarten gut anschauen, denn ein Großteil der Punkte, die man später zielen kann, kommt von diesen Karten. Schaut man sich die drei Karten oben an, dann sieht man beispielsweise ganz recht die Bedingung „Badlands“: man erhält hier 4 Punkte, wenn man links und rechts neben einem Revolver ein Wüstenfeld platzieren konnte.

Der Spielablauf ist so: der Gegner des Startspielers wählt eine Karte aus, welche die Startkarte sein soll. Von dort aus, wählen die Spieler nun abwechselnd (im Uhrzeigersinn) eine Karte von der Auslage aus und bauen diese Karte in ihre eigene Stadt an. Der Clou ist nun, dass man dabei auch Karten überspringen darf. Diese übersprungenen Karten erhält dann der Gegner nacheinander und muss diese dann ebenso nacheinander in seine Stadt anbauen. Man muss also gut überlegen, welche Karte man als nächstes nehmen soll. Springt man zu einer idealen Karte, erhält der Gegner eventuell für ihn gute Karten gratis… und das möchte man ja nicht. Nimmt man nur die nächste Karte, schnappt der Gegner die guten Karten vielleicht weg. Das klingt einfach, ist es eigentlich auch… aber trotzdem ist es sehr knifflig und macht tatsächlich sehr viel Spaß. Auch hier waren wir sehr überrascht, dass das Spiel – trotz der nur 18 Karten und der etwas mauen Optik – so cool ist. Die Ähnlichkeiten zum oben schon erwähnten „Sprawlopolis“ machen das aber im Nachhinein dann doch klar.

Neben den Punkten für die Wertungskarten erhält man auch Punkte für die größten zusammehängenden Gebiete, also eine Wüstenlandschaft mit 4 Abschnitten bringt 4 Punkte. Auf dem Wertungsblock werden die erreichten Punkte zum Schluss zusammengetragen. Wer die meisten Punkte vorweisen kann, der gewinnt die Partie. Die Partie dauert maximal 15 Minuten (bei uns ging das meist deutlich schneller), man kann also direkt die nächsten Partien dran hängen.

Fazit: auch „Circle the Wagons“ hat uns gut gefallen. Es ist ebenso portabel, benötigt aber auf dem Tisch nen Ticken mehr Platz als das bei „Sprawlopolis“ der Fall war. Das Spiel selbst gefällt mir aber leicht besser, ich denke, da es kompetitiv zu spielen ist. Lässt man den Block draußen, kann man beide Spiele auch gut in einer der Boxen transportieren und hat dann mit einem Minimus an Material zwei gute Spiele mit dabei. „Circle the Wagons“ bleibt definitiv in meiner Sammlung… nimmt ja eh nicht viel Platz weg. 😉

(c)2020 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

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