Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „7 Steps“

  • Verlag: Kosmos
  • Autor: Michael Kiesling & Reinhard Staupe
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Jahrgang: 2014
7 Steps (Kosmos)

Abstrakte Spiele haben es meist nicht leicht auf dem Markt. Auch ich bin da immer etwas skeptisch bzw. zurückhaltend. Nun gehört „7 Steps“ ganz klar in diese Kategorie. Mal schauen, wie sich das Spiel in der Praxis schlägt. 🙂

In der quadratischen Box findet man 140 Holzscheiben, einen Beutel, 7 Spielplantafeln, 4 Sichtschirme, 4 Wertungssteine, „Bauhilfe“ und „Siegpunkte“-Plättchen und noch etwas anderes Material. Die Anleitung umfasst 6 A4-Seiten mit vielen Abbildungen und Beispielen. Die Regeln werden dabei schnell an den Mann bzw. die Frau gebracht… das passt schon mal alles.

Aus sieben Spielplantafeln wird in der Tischmitte ein Spielfeld gebildet. Die Tafeln sind dabei beidseitig, so lassen sich zwei grundlegende Varianten auslegen (Einsteiger-Variante mit höherem Glücksanteil und taktischere Variante mit geringerem Glücksanteil). Jede der Tafeln zeigt sieben runde Ablagefelder für die Scheiben. Die 140 Scheiben der sieben Farben werden in das Säckchen gepackt. Jeder Spieler hat einen Sichtschirm, zieht geheim sieben Scheiben und legt diese hinter den Sichtschirm.

Dann geht’s los: der aktive Spieler führt immer drei Schritte aus. Zuerst legt er 1 – 7 Scheiben nach den Regeln an, anschließend erhält er dafür Punkte, zum Schluss zieht er wieder Scheiben nach, bis er wieder sieben Scheiben hinter dem Sichtschirm liegen hat.

Beim Legen der Scheiben muss beachtet werden: Scheiben werden auf die passende Farbe gelegt. Man beginnt auf der untersten Ebene (also direkt auf der Spielplantafel – später ggfs. auch höher); die nächste Scheibe muss dann benachbart zur letzten Scheibe platziert werden, identische Höhe oder auch eine Ebene höher. Punkte bekommt man für die Höhe der gelegten Ebene. Eine Scheibe auf Ebene 3 bringt also drei Punkte. Erhält man sieben oder weniger Punkte in einem Zug, darf man ein Sonderplättchen nehmen (Bauhilfe oder Siegpunkte). Im späteren Verlauf kann man diese Plättchen dann einsetzen, um die „normalen“ Bauregeln zu durchbrechen oder um zusätzliche Punkte beim Legen der Scheiben zu erhalten. Sobald nicht mehr genügend Scheiben zum Nachziehen vorhanden sind, wird die angefangene Runde noch fertig gespielt, anschließend gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. Für ungenützte Plättchen erhält man noch jeweils zwei Punkte.

Obwohl ich, wie eingangs erwähnt, nicht ein ausgesprochener Fan von abstrakten Spiele bin, fand ich die verschiedenen Partien „7 Steps“ ganz ansprechend. Das geschickte Sammeln und Platzieren der farbigen Holzscheiben ist spaßig. Auf Dauer fesseln kann mich „7 Steps“ zwar nicht, aber als Lückenfüller wird es hin und wieder auf den Tisch kommen. Wer ein brauchbares abstraktes Spiel sucht, der sollte sich „7 Steps“ ruhig mal anschauen.

Fazit: brauchbares abstraktes Holzscheiben-Legespiel… mich fesselte es aber nicht längerfristig…

(c)2014 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Kosmos für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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