Rezension „3 Secrets – Crime Time“

  • Verlag: Abacusspiele/dVGiochi
  • Autor: Martino Chiacchierra & Pierluca Zizzi
  • Spieleranzahl: 2 - 8 Spieler
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Jahrgang: 2019
3 Secrets - Crime Time (Abacusspiele)

In der kleinen Box von „3 Secrets – Crime Time“ von Abacusspiele (bzw. dVGiochi) findet man 50 große Karten. Diese Karten zeigen verschiedene Szenen in einer schwarz/weiß Zeichnung. Drei Elemete (Hinweise auf die 3 Geheimnisse) sind dabei farbig hervorgehoben. Die Farbe gibt dabei den Schwierigkeitsgrad vor. „Grün“ ist leicht, „Lila“ ist schwer.

Es gibt eine passende App, die verwendet werden kann. Diese App ist kostenlos. In der Anleitung ist aber auch eine Variante ohne App enthalten. Wie erwähnt, enthält die Szene jeder Karte 3 Geheimnisse, die man herausfinden muss. Ein Spieler liest die Geschichte zu dieser Szene vor. Diese ist auf der Rückseite der Karte abgedruckt. Nun versuchen die Mitspieler Fragen zu stelle, die man mit „JA/NEIN“, „NICHT GANZ“ oder mit „IRRELEVANT“ beantworten kann. So versuchen die Spieler herauszufinden, was hinter der Szene steckt. Es stehen pro Geheimnis 5 Minuten zur Verfügung. Gibt der „Spielleiter“ einen Hinweis, dann halbiert sich die Restzeit.

Neben dem Schwierigkeitsgrad, der durch die Farbe der Karte vorgegeben wird, kann man auch die Zeit pro Rätsel anpassen. Länger = einfacher, Kürzer = schwieriger… klar. Nach Ablauf der Gesamtzeit oder nach dem Aufdecken des dritten Geheimnisses endet das Spiel. Das Team erhält Punkte für die korrekt erratenen Geheimnisse. Die Anleitung gibt vor, was das Ergebnis dann darstellt. Höchstwertung also drei Sterne.

Die Anleitung gibt auch einen kompetitiven Modus mit an die Hand, wobei der bei uns nicht so gut angekommen ist. Lieber versucht man, gemeinsam die Geheimnisse aufzudecken und die Zeit dabei einzuhalten. Je nach Karte kann das schon auch Spaß machen. In den meisten Runden kam bei uns aber der erhoffte Spielspaß nicht auf. Im Prinzip läuft das Ganze so in etwa wie bei den guten alten „Black Stories“, von denen es ja zwischenzeitlich auch sehr viele Versionen gibt. Mit jeder bisher gespielten Ausgabe von „Black Stories“ oder auch den Ablegern mit einer anderen Farbe im Titel hatten wir definitiv mehr Spaß als mit „3 Secrets – Crime Time“. Den Vorgänger, also „3 Secrets“ habe ich nie gespielt, aber ich denke, das es gleich läuft wie hier.

Die grafische Gestaltung der 50 Karten finde ich toll. Die schwarz/weiße Aufmachung mit den Farbakzenten wirkt edel und interessant. Leider sind die Stories hinter den Bildern meist nicht so interessant. Teilweise frägt man sich tatsächlich, wie man überhaupt von dem Bild auf die Lösung kommen soll, ohne einen Hinweis zu nehmen. Bei „Black Stories“ (ja, ich muss diesen Vergleich immer wieder bringen) kamen wir fast immer in die richtige Richtung, egal wie abgefahren das Rätsel auch war. Der Spaßfaktor war definitiv immer höher als das hier der Fall war. Eigentlich schade.

Fazit: tolle Optik, Geschichten hinter den Bildern eher etwas mau… kann vielleicht in den richtigen Runden Spaß machen, bei uns hat es leider nicht richtig gezündet… bis auf ein paar wenige Ausnahmen.

(c)2020 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Abacusspiele für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

Schreibe einen Kommentar