Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Boomtown“

  • Verlag: Face2Face Games
  • Autor: Bruno Cathala & Bruno Faidutti
  • Spieleranzahl: 3 - 5 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 30 - 45 Minuten
  • Jahrgang: 2004
Boomtown (Face2Face Games)

Das kleine Spiel Boomtown gibt es nach wie vor für kleines Geld (aktuell 5 Euro, Stand August 2013). Es ist ein kurzweiliges Versteigerungsspiel mit Western-/Goldsucher-Thema. In der kleinen quadratischen Box findet man 60 Spielkarten, 2 Würfel, 5 Bürgermeisterfiguren, 10 Holzspielsteine und Goldchips. Die Karten sind wirklich von einer außerordentlichen Qualität: groß, fest und mit ner edlen matten Oberfläche. Die Bürgermeisterfiguren sind schön groß ausgefallen. Als Gold sind leider nur Kunststoff-Chips enthalten in drei verschiedenen Farben für die verschiedenen Stückelungen. Damit kommt das Goldgräber-Feeling nicht so richtig rüber, aber egal… schauen wir uns das Spiel mal an:

Die Spieler ersteigern bei Boomtown ausliegende Karten. Einmal gepasst ist man aus der Bietrunde raus. Der Spieler mit dem Höchstgebot darf zuerst eine Karte aussuchen, dann die folgenden Spieler im Uhrzeigersinn. Gleichzeitig wird die Gebotssumme aber rechts herum an die benachbarten Spieler weiter gegeben. Der jeweilige Nachbar behält die Hälfte des so erhaltenen Geldes und gibt die restlichen Münzen weiter. Und genau das ist auch der eigentliche Clou des Spiels: Geld rechts herum, Karten aussuchen links herum… hört sich einfach an, ist aber wirklich ganz witzig.

Erhaltene Goldminen bringen während des Spiels Ertrag, den man dann wieder in den Versteigerungen investieren kann. Sobald man zwei Minen einer Farbe hat, erhält man den Bürgermeister in dieser Farbe, der zusätzliches Geld einbringt (immer der Spieler mit den meisten Karten einer Farbe hat den Bürgermeister dann bei sich – er wechselt also während des Spiels auch mal den Spieler). Außerdem gibt es noch verschiedene Sonderkarten, mit denen man z.B. Minen übernehmen oder zerstören kann, das Würfelergebnis beeinflussen kann und einiges mehr. Das Ganze verläuft sehr flüssig und machte uns in den verschiedenen Runden immer recht viel Spaß. Ok, durch die Möglichkeit, gegnerische Minen zu zerstören oder den anderen Spielern die Bürgermeister zu klauen, birgt Konfliktpotenzial. In einigen unserer Partien ging es deshalb sehr emotional zu. 😉

Fazit: hübsches (bis auf die Gold-Chips) Goldgräber-Spiel mit wirklich tollem Versteigerungsmechanismus.

(c)2013 Dirk Trefzger

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Regeln

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