Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Filou – die Katze im Sack“

  • Verlag: 2F-Spiele
  • Autor: Friedemann Friese
  • Spieleranzahl: 3 - 5 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Jahrgang: 2007
Filou (2F-Spiele)

Irgendwie komme ich an diesen kleinen süßen Spieleschachteln nicht vorbei. Bereits die kleinen Boxen von Drei Magier Spiele haben es mir angetan, nun hat mich auch die Neuheit „Filou“ von 2F-Spiele erwischt 😉 Die schnuckelige Box verbirgt 55 Spielkarten (50 Tierkarten, 4 „Mäuse“karten und eine „Katze im Sack“-Karte. Außerdem gibt es noch ein Startspielerstein in Form eines Sackes (aus Holz) und 76 „Mäuse“, allerdings nicht die Vierbeinigen mit dem langen Schwanz, sondern Plastik-Chips, die Währung bei „Filou“. Leider waren in meiner Box zwei missratene schwarze Chips; da es sich dabei aber nur um das „Spielgeld“ handelt und nicht um ein total wichtiges Element des Spieles, kann ich das wohl verschmerzen… schade ist es aber trotzdem :-/

Nun, was haben wir also mit „Filou“ vorliegen?… kurz gesagt: ein ganz nettes Versteigerungsspielchen. Es gibt fünf Sätze mit jeweils 10 Spielkarten. Jeder Spieler erhält einen dieser Kartensätze. Der jeweils linke Nachbar zieht dem Spieler eine dieser 10 Karten aus der Hand; diese Karte kommt aus dem Spiel. Jeder Spieler besitzt somit dieser Karten. Die „Katze im Sack“-Karte sowie 2 – 4 der „Mäuse“-Karten (je nach Spieleranzahl) bilden die Auslage in der Tischmitte. Auf die „Mäuse“-Karten wird der jeweilige Geldbetrag gelegt (2 – 6 Mäuse). Beginnend beim Startspieler legt nun jeder Spieler eine seiner Handkarten verdeckt in die Auslage. Die erste Karte wird unterhalb der „Katze im Sack“-Karte gelegt; die anderen werden unterhalb der „Mäuse“-Karten platziert… wie gesagt liegen diese momentan noch verdeckt aus. 

Nun beginnt der Startspieler die Versteigerung (zuvor deckt er noch die erste Karte in der Reihe auf – also seine selbst gelegte Karte). Er bietet einen Geldbetrag oder passt… so geht es ständig reihum.. entweder erhöht man das Gebot, oder man passt. Wer zuerst passt, erhält die Mäuse, die auf der ersten „Mäuse“-Karten liegen; wer als nächstes passt, erhält die nächsten Mäuse, usw… somit erhält also der Spieler, der als letztes passt, den höchsten Geldbetrag für das Passen… außerdem erhalten die passenden Spieler ihren gebotenen Geldbetrag auch wieder zurück. Die Passerei ist also wichtig, um seinen Mäusevorrat wieder aufzustocken, um bei einer wichtigen Versteigerung wieder mit dabei zu sein. Wenn ein Spieler passt, wird auch noch die nächste ausliegende Karte aufgedeckt. Je länger man also in der Bietrunde mit dabei bleibt, desto mehr Infos hat man über das ausliegende Angebot… der letzte Spieler, der in der Versteigerung übrig bleibt, erhält die ausliegenden Karten und bezahlt den gebotenen Betrag.

Bevor er die Karten zu sich legen darf, wird geprüft, ob sich auch Hunde unter den Karten befinden. Befindet sich genau ein Hund unter diesen Karten, verjagt dieser eine Katze. Bei mehreren Hunden jagen sich diese gegenseitig und haben somit keinen Einfluss… die Hunde kommen aus dem Spiel. Die erspielten Katzen (oder Hasen) legt der Spieler zu sich auf die Seite. Der Versteigerungs-Gewinner wird neuer Startspieler und die nächste Runde beginnt.

Nachdem nun alle neun Versteigerungen durchgeführt wurden, endet das Spiel. Die erspielten Karten werden gewertet. Alle Werte werden addiert und der Spieler mit den meisten Punkten, gewinnt das Spiel. Es gibt auch Hasen unter den Karten, die „0“ Punkte wert sind und es gibt auch Katzen mit negativem Wert. Dieser Wert wird dann von der erspielten Punktzahl abgezogen.

Bei 4 Spielern wird eine der „Mäuse“-Karten aus dem Spiel genommen. Bei 3 Spielern werden zwei „Mäuse“-Karten aus dem Spiel genommen und es gibt eine Auslage eines fiktiven Spielers; der jede Runde eine Dummy-Karte mit in die Auslage legt.

Soweit zum Spielablauf. Die Spielanleitung ist angenehm kurz und ermöglicht einen fast „sofortigen“ Einstieg in „Filou“. Hmmm… irgendwie hat mich das Spiel ein wenig an „Hick Hack im Gackelwack“ erinnert, wobei mir „Hick Hack“ besser gefällt… das heißt nicht, dass „Filou“ ein schlechtes Spiel ist… das ist es wirklich nicht; es ist einfach ein ganz nettes Spiel für Zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger… aber mehr möchte es wahrscheinlich auch nicht sein ;)) … 

Fazit: speziell für Fans von netten Versteigerungsspielen: ruhig nen Blick riskieren !

(c)2007 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen