Rezensionen zu Karten- und Brettspielen

Rezension „Dino Detektive“

  • Verlag: Amigo Spiele
  • Autor: Dominique Ehrhard
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 60 Minuten
  • Jahrgang: 2008
Dino Detektive (Amigo Spiele)

Die Box von Dino Detektive (nein, den Titel des Spiels finde ich definitiv nicht prickelnd *gg*) beinhaltet folgendes Material:

– 108 Dinosaurier-Fundstücke
– 36 Ruhmesmarker (2, 4 oder 6)
– 16 Bewegungskarten in den Spielerfarben
– 12 Spielfiguren in den Spielerfarben (Forscher, Assistentin, Hund)
– 4 Übersichtskarten
– 5 Bonuskarten
– 5 Bonusmarker
– 2 Farbwürfel
– Spielplan
– Startspieler-Knochen
– Spielanleitung

+ Gutschein für eine Audioguide-Führung im Naturmuseum Senckenberg.

Das mit dem Gutschein ist so: von jedem verkauften Spiel geht 1 Euro (hmmm… nicht wirklich viel, oder?) an das Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg; dafür bekommt man aber eben diesen Gutschein, der zu einer Audioguide-Führung im genannten Museum berechtigt.

Ok, also zum Spiel: der Titel des Spiels ist, wie schon erwähnt, nicht wirklich gut gelungen. Mir würden auf Anhieb 10 interessantere Namen für das Spiel einfallen; eigentlich schade für das Spiel… aber der Name des Spiels ist ja nicht ausschlaggebend. Die teilnehmenden Spieler leiten  ein Expeditionsteam, welches in verschiedenen Ausgrabungsstätten versucht, Teile von Dinosaurierskeletten freizulegen und so Ruhmespunkte zu sammeln. Gewinner des Spiels ist dann natürlich der Spieler, der mit seinem Team die meisten Ruhmespunkte sammeln konnte.

Der Spielplan zeigt ein Ausgrabungsgebiet mit verschiedenen Feldern bzw. Parzellen, die farblich hervorgehoben werden. Die Farbe dieser Parzellen gibt später vor, bei welchen Feldern man später fündig werden kann. Außerdem findet man auf dem Spielplan auch noch die Startfelder der Figuren: Jeep, Zelt, Hundedecke. Jeder Spieler besitzt nämlich 3 Figuren (Forscher, Assistentin, Hund). Jede dieser Figuren startet auf dem dazugehörigen Startfeld. Die Fundstücke werden gemischt und als Stapel bereitgelegt. Der Startspieler erhält den Startspieler-Knochen und die Farbwürfel. Die Ruhmes- und Bonusmarker werden auch bereitgelegt. Jeder Spieler nimmt sich noch eine der Übersichtskarten und erhält zusätzlich zu den schon genannten 3 Figuren noch die 4 Bewegungskarten seiner Farbe (1,2,2,3).

Vor jedem Durchgang würfelt der Startspieler die beiden Farbwürfel. Die gewürfelten Farbe(n) gibt/geben vor, auf welchen Feldern man Dinosaurier-Teile finden kann. Auf den entsprechenden Feldern werden verdeckt Fundstücke verteilt. In eine Parzelle, in der bereits eine Figur steht, dürfen keine Fundstücke gelegt werden. Nun geht es reihum. Der aktive Spieler spielt aus seinen Handkarten Bewegungskarten aus und darf dann mit den Bewegungspunkten seine Figuren bewegen. Kommt ein Forscher auf eine Parzelle mit verdeckten Fundstücken, werden diese aufgedeckt. Sobald ein Spieler alle Bewegungskarten gelegt hat oder nicht mehr ausspielen möchte, geht es ans Einsammeln der Fundstücke. Jedes Mal wenn der Spieler an der Reihe ist, sammelt er ein offengelegtes Fundstück ein… allerdings nur bei Parzellen, die eine seiner Figuren beinhalten. Der Hund des Spielers darf nur ein Fundstück einsammeln, wenn auf dieser Parzelle noch mindestens eine anderstfarbige Figur (Forscher oder Assistentin) steht.

Hat ein Spieler ein Skelett eines Dinos komplett, erhält er dafür einen Ruhmesmarker in der passenden Farbe. War er der erste Spieler, der ein bestimmtes Dino-Skelett komplett hatte, bekommt er dazu noch die passende Bonuskarte.

Kann keiner der Spieler mehr Fundstücke einsammeln, geht es auf zum nächsten Durchgang. Der Startspieler-Knochen wird weitergegeben. Der neue Startspieler würfelt wieder die Farbwürfel und weiter geht es. Sobald  in einem Durchgang die letzten Fundstücke ausgelegt wurden, wird dieser Durchgang zu Ende gespielt… dann ist das Spiel vorbei und es gewinnt der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten.

Hört sich einfach an, oder?… ist es auch…. vielleicht zu einfach. Während des Spiels wandert man also mit den Figuren auf dem Spielfeld herum, versucht mit seinen Figuren gute Positionen einzunehmen, um dann bei den Ausgrabungen möglichst viele und vor allem passende Dinoteile zu ergattern; eigentlich ganz ok, aber irgendwie wollte der Funke nicht wirklich überspringen. Das Spiel bietet nicht wirklich was Neues. Ein Spielfeld nach passenden Sammeler-Teilen abzugrasen, um damit möglichst viele Punkte zu sammeln, das gibt es schon viele Male und kann einem nicht mehr wirklich vom Hocker reißen… schade.

Die Spielanleitung umfasst nur 4 Seiten. Der Rest des Anleitungsheftes ist gefüllt mit recht interessanten Zusatzinfos zu Dinos, wobei man dafür nicht unbedingt das Spiel kaufen muss… „Wikipedia“ tut es da ja auch ;)) Durch die Einfachheit des Spiels ist es vielleicht noch als Familienspiel ganz ok, doch auf Dauer überzeugt das Spiel auch da leider nicht wirklich… zu schnell wird die Skelett-Sammlerei langweilig… so ging es zumindest unseren Spielrunden.

Zuletzt noch kurz was zum Spielmaterial: das Zubehör ist ganz brauchbar ausgefallen. Die Figuren sind aus Holz, der Spielplan ist groß und stabil, aber nicht wirklich schön. Die Fundstücke sind schön gestaltet, der Rest ist halt einfach zweckmäßig, aber da das Spiel an sich nicht der „Reißer“ ist, kommt es auf das Material auch nicht mehr an, oder? :-/

Fazit: Familienspiel ohne wirkliche Langzeitmotivation!

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Amigo Spiele für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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