Rezension „Dice Devils“

  • Verlag: Kosmos
  • Autor: Reinhard Mensen
  • Spieleranzahl: 3 - 6 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Jahrgang: 2013
Dice Devils (Kosmos)

In der üblichen quadratischen Box von Kosmos findet man das folgende Material:

– 6 Würfelbecher
– 6 Teufelsaufsteller mit Standfüßen
– 6 Grabsch-Plättchen
– 13 Würfel (unterschiedliche Größen)
– 56 Heizgegenstände (Plättchen)
– Anleitung (4 Seiten)

Die Würfelbecher sehen noch recht witzig aus mit den kleinen Teufel-Hörnchen, doch insgesamt finde ich das Material nicht so toll. Ein paar Würfel (3 goldene große Würfel, 8 schwarze mittlere und 2 graue kleine Würfel) und ein paar Karton-Plättchen. Alles wirkt etwas billig, für meinen Geschmack. Die Spielanleitung ist recht übersichtlich und umfasst, aufgrund des einfachen Regelwerks, gerade mal 4 Seiten. Abhängig von der Spieleranzahl werden nicht alle Teufel benötigt. Es wird vorgegeben, welche Teufel bei welcher Anzahl benötigt werden. Der Rest wird nicht benötigt.

Vor dem Spiel wird ausgelost, welcher Spieler anfangs welchen Teufelsrang hat. Dann erhält jeder Spieler den passenden Teufelsaufsteller, sein Grapschplättchen, einen Würfelbecher sowie 2 bzw. 3 Würfel. Die Heizgegenstände (z.B. Schal, Teetasse, etc.) werden verdeckt gemischt und in der Tischmitte ausgelegt, alles nicht benötigte Material kommt zurück in die Box. Dann geht es los.

Jeder Teufelsrang hat eine unterschiedliche Spezialfähigkeit. So kann der Putzteufel z.B. mit einem besiegten Gegner ein Plättchen tauschen. Ein Spiel verläuft über mehrere Runden. Jede Runde durchläuft 5 Phasen:

(1) Neue Heizgegenstände werden aufgedeckt und liegen in der Tischmitte bereit.

(2) Würfeln: nun würfeln alle Spieler gleichzeitig ihre Würfel und sehen sich die gewürfelten Werte geheim an.

(3) Grapsch-Plättchen platzieren: nun platzieren alle Spieler nacheinander ihr Grapsch-Plättchen neben einen ausliegenden Heizgegenstand; dies geschieht in der Rangfolge der Teufelsränge… es beginnt also der Oberteufel.

(4) Würfelkämpfe und Verteilung der Heizgegenstände: befindet sich das eigene Grapsch-Plättchen alleine neben einem Heizgegenstand hat der Spieler Glück und bekommt dieses Plättchen kampflos. Befinden sich aber mehrere Grapsch-Plättchen neben einem Heizgegenstand kommt es zum Würfelkampf. Die am Würfelkampf beteiligten Teufel decken nun ihre Würfelergebnisse auf. Es gewinnt der Spieler mit dem höheren Würfelergebnis. Logischerweise erhält der Gewinner des Würfelkampfes den Heizgegenstand für sich. Nun kann der Gewinner des Würfelkampfes (wenn er möchte) seinen Rang mit einem Verlierer des vergangenen Würfelkampfes tauschen, inklusive Becher, Würfel und Grapsch-Plättchen.

(5) dann folgt die nächste Runde. Übrige Heizgegenstände bleiben liegen… für die nächste Runde.

Sobald nun ein Spieler mindestens 10 Heizgegenstände sammeln konnte, wird diese Runde noch beendet. Nun werden die gesammelten Heizgegenstände noch ausgewertet und es gewinnt der Spieler mit den meisten erzielten Punkte.

Man erkennt gleich: „Dice Devils“ ist eher ein Spiel für zwischendurch. Groß anspruchsvoll ist es nicht (und möchte es auch nicht sein). Schön ist die Tatsache, dass man recht schnell ins Spiel starten kann. Neue Spieler sind innerhalb von 2 Minuten instruiert und man kann gleich starten. Ich spiele auch gerne mal unkomplizierte Spiele mit kurzer Spieldauer, doch auch nach einigen Partien „Dice Devils“ mochte bei mir kein richtiger Spielspaß aufkommen. Wenn ich Würfelei mit Bluff-Faktor möchte, dann spiele ich liebend gerne eine (oder auch mehrere) Partien „Bluff“. Die unterschiedlichen Teufelsränge bringen zumindest etwas Abwechslung ins Spiel, können es aber auch nicht so richtig raus reißen.

Fazit: mittelmäßige Würfelei für zwischendurch… anfangs noch reizvoll wegen der verschiedenen Teufelsränge, dann schnell langweilig… schade.

 (c)2012 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Wir danken Kosmos für die Zusendung eines Rezensionsexemplares!

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